Verkehrsknotenpunkt "Am Wegfeld" mit zukünftigen Verbindungen Quelle: privat

Planfeststellungsverfahren 32-4354.6-1/10

Neubau einer zweigleisigen Straßenbahntrasse von der bestehenden Endhaltestelle Thon im Bereich der Kreuzung Erlanger Straße/Forchheimer Straße/Kilianstraße entlang der Erlanger Straße zur neuen Endhaltestelle Am Wegfeld im Bereich der Kreuzung Erlanger Straße/ Johann-Sperl-Straße im Gebiet der Stadt Nürnberg.

Vorhabensträgerin des Planfeststellungsverfahrens ist die VAG.

Planungsvarianten: Variante 2D soll gebaut werden (nach Lageplan Planfeststellungs- beschluss 32-4354.6-1/10)

Planfeststellungsbeschluss vom 26.02.2013:

Variante 2D soll gebaut werden. Andere Varianten werden ausgeschlossen weil sich: „eine Weiterführung der Straßenbahn in Richtung Flughafen ebenso wie eine Durchbindung der Buslinien dorthin wegen der dann hier notwendigen vollständigen Überquerung der Erlanger Straße nur aufwendig realisieren lassen.“

(Planfeststellungsbeschluss 32-4354.6-1/10 Seite 22)

 

STOPPT DIE WEST: Die Westanbindung an den Flughafen mit Straßenbahn und Buslinien ist geplant!

Variante 2D im Detail und ihre Folgen:

Variante 2D (nach Lageplan Planfeststellungsbeschluss 32-4354.6-1/10)

Landwirtschaft:

„Das Vorhaben beansprucht in nicht zu vernachlässigendem Umfang Flächen, die bisher landwirtschaftlich genutzt sind. Die Überprüfung und Abwägung aller betroffenen Interessen ergibt jedoch, daß der Straßenbahn- bau dennoch mit den Belangen der Landwirtschaft vereinbar ist. Dies gilt sowohl im Hinblick auf die vorhabensbedingte Belastung der Landwirtschaft allgemein als auch hinsichtlich der individuellen Betroffenheit einzelner Betriebe.“... „Über die Inanspruchnahme von Flächen hinaus sind die Belange der Landwirtschaft zwar noch durch weitere mittelbare Auswirkungen des Vorhabens (An- bzw. Durchschneidungen) betroffen.“

(Planfeststellungsbeschluss 32-4354.6-1/10 Seite 36)

 

STOPPT DIE WEST: Nicht nur die direkt betroffenen Landwirte, sondern die gesamte Landwirtschaft in der Umgebung ist von den Planungen betroffen. Kulturlandschaft wird unwiederbringlich zerstört!

 

Verkehrsaufkommen:

Laut dem Betriebsprogramm der VAG:

414 Busse am Tag

52 Busse in der Nacht

pro Bus wird mit einem Taxi gerechnet = 466 Taxis/24h

(Gutachten W 10.342.05/1 IB Uderstädt + Partner Seite 15)

 

„Signifikante, auf das Vorhaben zurück zu führende Verkehrsmehrungen im östlich der Endhaltestelle gelegenen Ortsteil Almoshof sind daher insoweit nicht erkennbar.“

(Planfeststellungsbeschluss 32-4354.6-1/10 Seite 38)

 

STOPPT DIE WEST: Verkehrsmehrungen sind nicht nur in Almoshof, sondern auch in Lohe, Buch, Höfles, Schnepfenreuth zu erwarten. Dies zeigt das Betriebsprogramm der VAG!

Lärm:

„Die aus dem Straßenbahnbetrieb herrührenden Lärmimmissionen führen auf Grund der gegebenen hohen Vorbelastung durch den Straßenverkehrs-lärm der Erlanger Straße nur zu einer geringfügigen Zusatzbelastung.“

(Planfeststellungsbeschluss 32-4354.6-1/10 Seite 18)

 

„...die unvermeidbaren Beeinträchtigungen bzw. Nachteile können den Betroffenen zugemutet werden. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf mit dem Vorhaben verbundene Steigerungen von Lärmimmissionen"

(Planfeststellungsbeschluss 32-4354.6-1/10 Seite 71)

 

STOPPT DIE WEST: Nicht beachtet wird hier die zusätzliche Lärmbelastung durch Pendler (P+R Anlage) und Busverkehr!

Was heißt eine „geringfügige Zusatzbelastung“?

Wasser:

Einwände der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Almoshof im Planfeststellungsverfahren:

Hinweis auf die: „bei Starkregenereignissen bereits jetzt erschöpfte Leistungsfähigkeit des Bucher Landgrabens und des Almoshofgrabens.“ Sie befürchtet: „Überschwemmungen landwirtschaftlicher Flächen und dadurch verursachte Schäden und Ertragseinbußen.“ Es wird eine Beteiligung der VAG an den Unterhaltskosten des Almoshofgrabens und des Bucher Landgrabens gefordert.“

Die Forderungen wurden zurückgewiesen. Begründung:

„Das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg hat bestätigt, dass davon auszugehen ist, dass im Regelfall die sog. Notüberläufe nicht in Funktion treten werden.“

(Planfeststellungsbeschluss 32-4354.6-1/10 Seite 44)

 

 

STOPPT DIE WEST: Wir teilen die Einwände der Flurbereinigung Almoshof. Die aktuellen Starkregenereignisse (Juni 2013) untermauern diese Bedenken. Was heißt im Regelfall?

Natur:

Es wird festgehalten, dass: „... von dem Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind.“ „Die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung für das Vorhaben ist daher...nicht erforderlich“

(Planfeststellungsbeschluss 32-4354.6-1/10 Seite 18)

 

Laut Planfeststellungsbeschluss unvermeidbare Beeinträchtigungen:

• Verlust von 93 Einzelbäumen unterschiedlicher Wertigkeit

• Verlust von straßenbegleitenden Gebüschen und Hecken u. a.

auch am gut eingewachsenen Lärmschutzwall an der Cuxhavener Straße

• Verlust an stadtbildprägenden Gehölzbeständen

(Planfeststellungsbeschluss 32-4354.6-1/10 Seite 34-35)

 

STOPPT DIE WEST: Flächenversiegelung hat immer nachteilige Umweltauswirkungen zur Konsequenz!

 

Quellen:

Regierung Mittelfranken

Planfeststellungsbeschluss downloaden als PDF

 

SÖR Servicebetrieb Öffentlicher Raum Stadt Nürnberg

http://www.nuernberg.de/internet/soer/

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